Stephanie Huber

Poltern / Junggesellenabschied

Wie kennen Sie den altbewährten Polterabend?

Vermutlich als spontan geplanter Partyabend kurz vor der Hochzeit, bei der das Bier und der Wein aus Pappbechern getrunken wird und am Ende jeder ziemlich viel getrunken hat. Alles andere als eine fröhliche Party - man kann es eher unkontrolliertes Saufgelage nennen. Wobei vielmehr der klassische Polterabend eine gute Gelegenheit ist, seine liebsten Freunde und Bekannten zu versammeln. Ein Vorteil ist unter anderem auch, dass Sie mit all Ihren Freunden feiern können, selbst mit denen, die später bei der Hochzeitsfeier nicht geladen werden (Arbeitskollegen, ferne Bekannte).

Natürlich sollte beim Poltern auch Porzellan zerschmettert werden, dies gehört einfach dazu und soll böse Geister vom Brautpaar fernhalten. Sie können es ja ruhig ordentlich krachen lassen, aber trotzdem mit Stil.

Zum Beispiel mit einem Event in einer Location oder beim Heurigen/Restaurant, wobei Sie auch hier nicht auf ein feierliches Essen verzichten sollten. Gut geeignet sind eher rustikale Schmankerl, wie Spanferkel, Brettl-Jaus'n - diese dienen gleich als unterstützende Unterlage. Auch auf die Musik sollte nicht vergessen werden. Gerne werden heutzutage auch Motto-Polterabende organisiert.

Dies ist auch ein Weg um Ihnen das Überraschungsoutfit der netten Trauzeugen zu ersparen - viele erlebten so schon ihr blaues Wunder! Um auf Nummer sicher zu gehen und es außergewöhnlich zu halten kann man natürlich Mottos wie "60er Jahre", "80er Jahre", "bunte Trachtenwelt", "Beatles", "Pyjamas", hier sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Fazit: An diesem Abend können Sie als Paar mit allen gemeinsam richtig Feiern und auch auf die zukünftige Hochzeit anstoßen. Außerdem auch alle Schandtaten begehen, die beim eleganten Hochzeitsfest weniger gut ankommen würden. Selbstverständlich kann man auch die Feierlichkeit trennen - in Polterabend (für die Braut) und als Junggesellenabschied (für den Bräutigam).

DO's

  • Porzellan mitbringen (kleine Teile wählen)
  • Diesen Abend etwa 7-10 Tage vor der Hochzeit planen.
  • Auch spontane Gäste dazubitten.
  • Falls zu Hause gefeiert wird - Nachbarn informieren und einladen.

DONT's

  • Glas werfen - dies bringt Unglück.
  • Diesen Abend am Vortag der Hochzeit organisieren.
  • Gäste auf einen kleinen Rahmen beschränken - dies tun Sie schließlich schon beim Hochzeitsfest.
  • Den Nachbarn nicht informieren - dies könnte der Party ein schnelles Ende verleihen.